Mitgliederbrief Oktober 2001
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Reihe von zusätzlichen Informationen und Dokumenten als Anlagen.
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Inhalt
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Sehr verehrte Mitglieder und Freunde des
Deutschen Verbandes!
Zum Tode von Herr Dr.
Hans-Ludwig Oberbeckmann
Heute habe ich die traurige Pflicht, Ihnen
mitteilen zu müssen, daß Herr Dr. Hans-Ludwig Oberbeckmann,
Generalsekretär des Deutschen Verbandes von 1990 bis 2000, am 12.
September 2001 plötzlich und unerwartet verstorben ist.
Herr Dr. H.-L. Oberbeckmann hat die Arbeit des
Deutschen Verbandes seit Jahrzehnten engagiert begleitet, ideenreich
befruchtet und erfolgreich gestaltet. An der Entwicklung des Deutschen
Verbandes als neutrale Plattform zum Austausch der unterschiedlichen
Interessen seiner Mitglieder und zur Erreichung gemeinsamer
Problemlösungen hatte er entscheidenden Anteil. Der Deutsche Verband
trägt seine Handschrift, war sein Kind, dessen "Wohlergehen" er sich mit
seiner ganzen Kraft gewidmet hat. Unter seiner Ägide wurde der Verband
zum gefragten und gehörten Politikberater.
Die positive Ausstrahlung und Gelassenheit von
Herrn Dr. H.-L. Oberbeckmann machten es zu einer wahren Freude, für ihn
und mit ihm zu arbeiten. Nun bleibt uns in unserer Betroffenheit nur
noch still Danke zu sagen. Wir trauern um einen großartigen Menschen und
einen Mentor. Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner
Familie.
Erlauben Sie mir an dieser Stelle, Ihnen für
die zahlreichen Beileidsbekundungen zu danken. Das hat gut getan! Sein
Tod sollte für uns Verpflichtung sein, seine Ideen und Überlegungen
weiterzuführen! Beginnen werde ich daher mit dem Deutschen Seminar für
Städtebau und Wirtschaft (DSSW) und der engen Kooperation mit dem
Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV). Initiativen, die mit dem
Namen von Herrn Dr. H.-L. Oberbeckmann ins Leben gerufen wurden.
Mietrechtsreform
Herr M. Lambert, Referent beim DSGV, Abteilung
Volkswirtschaft, analysiert den Beitrag der Sparkassen Finanzgruppe zur
EU - Gemeinschaftsinitiative URBAN. Der DSGV unterstützt seit Anfang der
90er Jahre das URBAN - Netzwerk Deutschland in seinen Aktivitäten. Damit
ist die Sparkassen - Finanzgruppe nach dem Bundesministerium für
Wirtschaft und Technologie (BMWi) der wichtigste Finanzier des DSSW. Für
einen Einblick in die Tätigkeiten des Netzwerkes nehmen Sie bitte Anlage
1 zur Hand. Stichwort - Mietrechtsreform!
Die Reform des Mietrechts trat am 01. September
2001 in Kraft. Für die Bundesregierung war sie intendiert durch die
Anpassung an veränderte ökonomische und soziale Verhältnisse. In der
Begründung des Kabinettsbeschluss steht, daß "... ökologische
Erfordernisse bisher kaum berücksichtigt sind." Dies hat Herr F.-G.
Rips, Direktor des Deutschen Mieterbundes, zum Anlass genommen, die
Reform auf ökologische Aspekte abzuklopfen. Ergebnis: Ökologische
Kompetenzen sind in Ansätzen erkennbar, ... der Mut für bahnbrechende
und effektive Regelungen fehlt. Stimmen Sie mit dieser These
überein? Für eine Einführung in seine Überlegungen lesen Sie bitte
Anlage 2. (Nur in der Druckversion für unsere Mitglieder)
Die Idee der großen
Steuerreform
Bleiben wir bei den Reformen. Sie ist in aller
Munde, findet aber zur Zeit kein Gehör: Die Idee der großen
Steuerreform! Herr Professor Dr. K. Mackscheidt untersucht die Frage,
warum es so schwer sei, eine große Steuerreform auf den Weg zu bringen.
Historische Bezüge existieren: die Reform der Reagan-Administration, der
Versuch einer Reform unter Ludwig IX. durch Marschall Vauban sowie die
Steuerreform des Wang Anshi in der Song-Dynastie Chinas, 10. bis 13.
Jahrhundert. Glauben Sie, daß diese historischen Erkenntnisse für eine
Reform in der Bundesrepublik genügen? Oder benötigen wir mehr
Leidensdruck? Für eine Einführung in "Die Idee der großen Steuerreform"
lesen Sie bitte Anlage 3. (Nur in der Druckversion für unsere Mitglieder)
Planspiel Innenstadt
Über den Fortgang des "Planspiel Innenstadt"
sind Sie unterrichtet. Im Rahmen des Experimentellen Wohnungs- und
Städtebau (ExWoSt) führt das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW)
das Projekt durch. Der Endbericht ist in Vorbereitung und wird demnächst
erscheinen. Ein erstes Resümee zieht Herr Dr. Ing. H. Güttler, Referats-
/ leiter Stadtentwicklung und Städtebau im BBR in Anlage 4. Ferner ist
an das "Planspiel" das Projekt "Virtuelle Stadtplanung im Internet"
geknüpft, um die neuen Medien in einen aktiven Planungsprozess
einzubinden. Ziel der Computersimulation ist es, die in Projektgruppen
geplanten städtebaulichen Vorhaben in einer erweiterten
Bürgerbeteiligung darzustellen und zu erproben. Einen Eindruck der
Ergebnisse vermittelt der Aufsatz von Herrn Dr. H. Rescher,
Stellvertretender Geschäftsführer der DV - GmbH, den ich Ihnen in Anlage
5 beigefügt habe. (Nur in der Druckversion für unsere Mitglieder)
Neues aus Brüssel
Ans Herz legen möchte ich Ihnen eine
Kurzfassung der Leitlinien für innovative Maßnahmen des Europäischen
Regionalfonds für Regionale Entwicklung (EFRE) für den Zeitraum 2000 -
2006. Gestärkt und verbessert werden sollen die Innovation in der
regionalen Entwicklung und die Qualität der europäischen
Strukturfondsprogramme in den benachteiligten Regionen. Die innovativen
Maßnahmen gliedern sich in regionale Programme, Begleitmaßnahmen sowie
Wettbewerbe. Einen Einblick in die Themen, Kriterien, das Finanzbudget
und den Bewerbungszeitraum finden Sie in Anlage 6. (Nur in der Druckversion für unsere Mitglieder) Weitere Auskünfte erhalten
Sie über unser Brüsseler Büro.
Tips, Termine und etwas
Werbung in eigener Sache
Das Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft
und Bausparwesen wird sein 13. Wohnungspolitisches Forum am 05. November
2001 in Berlin, Kreditanstalt für Wiederaufbau, Charlottenstraße 33 / 33
a durchführen. Eine Einladung finden Sie in Anlage 7. (Nur in der Druckversion für unsere Mitglieder)
Die von Herrn Professor R. Kyrein betreute
Landesgruppe Bayern bereitet ein
Symposium zum Thema "Die
Soziale Stadt" vor, das in Weiden / Oberpfalz am 14. November 2001
durchgeführt wird.
Nähere Informationen erhalten
Sie bei der:
DV - Landesgruppe Bayern
Hörwarthstraße 37
80804 München
Fon (0 89) 36 10 42 56
Fax (0 89) 36 10 42 58
E-Mail
Rolf.Kyrein@t-online.de
Bleiben wir bei den Landesgruppen. Gemeinsam
mit Herrn Professor Dr. Th. Kötter, Geodätisches Institut der
Universität Hannover, ist es uns gelungen, die Aktivitäten in
Niedersachsen wieder aufleben lassen. Wenn Sie Interesse an einer
Kooperation haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit Herrn Professor Dr. Th.
Kötter unter folgender Anschrift auf:
Professor Dr. Th. Kötter
Universität Hannover
Geodätisches
Institut
Professur für Liegenschaftswesen, Planung und Bodenordnung
Nienburger Str. 1
30167 Hannover
Fon (05 11) 7 62 24 62
Der Deutsche Verband wird gemeinsam mit der
HEGLI - Verwaltungsgesellschaft und der BIG Städtebau am 11. Dezember
2001 in Neubrandenburg / Mecklenburg-Vorpommern ein Symposium zum Thema
"Stadtumbau" durchführen. Bitte merken Sie sich diesen Termin schon
heute vor.
Last but not least möchte ich Sie noch auf die
Dissertation von Herrn Dipl.-Ing. Ch. Huck zum "Strukturwandel in den
Neuen Ländern mit Auswirkungen auf die Raumordnung und Stadtentwicklung"
verweisen.
Die Thesen aus der die Dissertation ![[Weiterlesen]](../../images/icn-arrow-right-orange-9pt.gif)
Wenn der Brief heute etwas kürzer geworden ist,
so ist das den Ereignissen vom 11. September 2001 in den USA sowie dem
Tode von Herrn Dr. H.-L. Oberbeckmann am 12. September 2001 geschuldet.
Besinnen wir uns auf W. Rathenau, der wie folgt formulierte: Weniger
Rede, mehr Gedanken; weniger Interessen, mehr Gemeinsinn; weniger
Wissen, mehr Urteil, weniger Zwiespalt, mehr Charakter!
Herzlich grüßend
Dr. Hans-Michael Brey
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