"Evaluation von Best-Practice-Beispielen zur Erhebung kommunaler
Gebühren und Beiträge"
im Rahmen von ExWoSt Experimenteller Wohnungs- und Städtebau
Ziel: Identifizierung von kommunalen Best-Practice zur Senkung der
Wohnnebenkosten
Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Bonn
Im letzten Jahrzehnt sind die Nebenkosten des Wohnens in den alten
Ländern etwa dreimal so schnell gestiegen wie die Lebenshaltungskosten.
In den neuen Ländern lag der Anstieg noch höher. Wirksame Strategien zur
Begrenzung des Nebenkostenanstiegs sind bisher vor allem deswegen nicht
entwickelt worden, weil die Ursachen für die Kostensteigerungen sehr
vielfältig sind. Dies war Anlass für die Einrichtung der
Expertenkommission "Strategien zur Senkung der Wohnnebenkosten" des
Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V. ,
die im Dezember 1999 eingesetzt wurde und am 18. Juni 2002 ihren
Abschlussbericht vorgelegt hat. Der Bericht zeigt im wesentlichen auf,
wie die Anreize für Kosteneinsparungen verbessert werden können, nach
welchen Regeln die Kommunen ihre Gebühren ermitteln sollten und wie der
Wettbewerb genutzt werden kann, um Kosten zu kontrollieren und möglichst
gering zu halten.
Ziel des Projektes ist es daher, Best-Practice-Modelle in Kommunen zu
identifizieren, in denen Wohnnebenkosten durch spezifische kommunale
Handlungsansätze niedrig gehalten oder gesenkt werden konnten, die
Vorgehensweise zu analysieren und zu dokumentieren.
Die DV-GmbH übernimmt innerhalb des Projektes die Untersuchungen der
öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger im Bereich des kommunalen
Abfalls. Dabei kann es sich sowohl um einzelne Gemeinden, als auch um
Landkreise und Zusammenschlüsse von Kommunen und/ oder Landkreisen
handeln.
Im Rahmen des Projekts sind beispielhaft 18 bis 20 Kommunen zur
untersuchen, die in den letzten 5 bis 8 Jahren
- ihre Methodik der Gebührenerhebung oder Beitragsberechnung bzw. –erhebung
geändert haben oder derzeit prüfen, um die Belastung der Bürger zu
begrenzen oder zu reduzieren;
- andere Möglichkeiten der Kostenreduktion wie z.B. Privatisierung,
Kooperation, Vertragslösungen öffentlicher Leistungen eingesetzt haben
oder dies planen.
Wichtig für die Auswahl der zu dokumentierenden
Beispiele ist der Modellcharakter und die Verallgemeinerungsfähigkeit
der ergriffenen Maßnahmen und damit eine mögliche Übertragbarkeit auf
andere Kommunen.
Das Projekt soll bis Anfang 2005 abgeschlossen sein, im letzten Quartal
des Jahres 2004 ist die Durchführung eines Workshops geplant, der
Probleme und Lösungsansätze thematisiert. Die Veranstaltung soll nicht
nur Experten aus den Kommunen zu einem Erfahrungsaustausch bewegen,
sondern gleichermaßen Vertreter privatwirtschaftlicher Betriebe und der
kommunalen Spitzenverbände in die Diskussion einbinden.
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Ansprechpartnerin:
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Nadja Ritter
Gesellschaft des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und
Raumordnung mbH
Georgenstraße 21
10117 Berlin
Fon 0049 (0)30 - 20 64 16 957
Fax 0049 (0)30 - 20 64 16 91
E-Mail: n.ritter@deutscher-verband.org |
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