Das
Symposium "Basel II und die Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft
- eine Momentaufnahme!" wurde gemeinsam mit dem Bundesverband Freier
Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V., dem Verband Deutscher Hypothekenbanken
e.V. und dem Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen e.V. durchgeführt.
Herr
Professor Dr. Johann Eekhoff, Staatssekretär a.D., Vizepräsident des Deutschen
Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V., eröffnete das
Symposium.
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Herr Dietrich Suhlrie, Direktor, Leiter Kreditsekretariat
der Kreditanstalt für Wiederaufbau, referierte im Rahmen des Symposiums
über das "3-Säulen-Modell: Stabilität und Solidarität im Finanzsystem?!
- Ein Ausblick auf die dritte Konsultationsphase".
Die "drei Säulen", welche die Kernbestandteile der Reform darstellen, umfassen:
die Mindestkapitalanforderungen durch eine genauere Quantifizierung
des Kreditrisikos und anderer Risiken,
das aufsichtliche Überprüfungsverfahren durch eine Verstärkung der
individuellen Bankenaufsicht und
die Förderung der Marktdisziplin durch die Erweiterung der Offenlegungspflichten.
In seinem Ausblick forderte der Referent die Unternehmen dazu auf, sich
schon heute auf die kommenden Rahmenbedingungen einzustellen. Dies sei erforderlich,
da die Kreditinstitute bereits gegenwärtig die zu erwartenden Änderungen
einkalkulierten.
Herr Dr. Louis Hagen, Hauptgeschäftsführer des
Verbandes Deutscher Hypothekenbanken e.V., befürwortete "Basel II" grundsätzlich.
Der Referent führte aus, daß er von den Reformen eine höhere Stabilität
an den Finanz- und Immobilienmärkten, eine Intensivierung der Beziehung
zwischen Kunde und Bank sowie eine Angleichung des aufsichtlichen an das
ökonomische Eigenkapital erwarte. Gleichwohl gebe es noch verschiedene Punkte
zu konkretisieren. Hierzu zähle insbesondere die Verhinderung von Laufzeiten-Zuschlägen
für mittel- und langfristige Kredite, eine konsistente und risikoadäquate
Berücksichtigung der Grundschuld sowie die Verhinderung einer Schlechterstellung
privater Baufinanzierung gegenüber sonstigen Privatkundenkrediten.
Herr Dr. Günter Haber, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Freier Immobilien-
und Wohnungsunternehmen e.V., schilderte die Bedeutung von Basel II für
die Grundstücks- und Immobilienwirtschaft aus der Sicht seines Verbandes.
Herr Lutz Freitag, Präsident des GdW Bundesverband
deutscher Wohnungsunternehmen e.V., betonte die Notwendigkeit angemessener
und kalkulierbarer Zinssätze für die Immobilienwirtschaft. Diese Notwendigkeit
ergäbe sich aus dem Umstand, daß 70 bis 80% der Investitionen durch Kredite
finanziert würden. Herr Freitag forderte die Banken dazu auf, im Rahmen
ihrer internen Rating-Ansätze die Besonderheiten von Wohnungsunternehmen
im Bereich der Bilanzkennzahlen zu berücksichtigen. Aus seiner Sicht bedürfe
es keiner speziellen Rating-Klassen für Wohnungsunternehmen.
An die Referate schloß sich eine von Herrn Dr. Peter Lammerskitten, Mitglied
des Aufsichtsrates Deutsche Pfandbriefbank AG, geleitete Diskussion an,
in deren Rahmen Herr Björn Christian Stein, Direktor
des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands, Initiativen der Kreditwirtschaft
zur Entwicklung der Immobilienratings einforderte. Die Immobilienwirtschaft
werde sich die Aufgabe stellen, in enger Absprache mit den Banken eine positive
Bewertung für die bankinternen Ratings zu erarbeiten.
Das Symposium konnte zum notwendigen Austausch der durch "Basel II" betroffenen
Akteure beitragen. Es ist zu erwarten, daß Basel II zu einer Intensivierung
des Informationsaustausches zwischen den Banken und den Kunden führen wird.
Eine notwendige Voraussetzung hierfür wird der Aufbau leistungsfähiger Controlling-
und Planungsinstrumente und ein erhöhtes Maß an Professionalisierung in
den Unternehmen sein.
Weitere Informationen zum Thema "Basel II" erhalten Sie beim Deutschen Verband.
(Kontakt: info@deutscher-verband.org)