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Baukultur - Strategien städtischer Entwicklung

 
    Gemeinsame Erklärung des Deutschen Verbandes und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zum Thema "Baukultur als touristische Destination"
(PDF 214KB)
(in: BundesBauBlatt, Januar 2004, S.16)
 
Pressemitteilung vom 13.11.2003
 
Baukultur bringt Geld in die leeren Kassen der Kommunen
(Word-Doc 28KB)

Weitere Informationen zu diesem Thema:

Denkmalschutz als Wirtschaftsfaktor - Baukultur als touristische Destination
(PDF 192 KB)
von Dr. Holger Rescher in: Stadt und Gemeinde, 10/2003, S. 423-425
 
 

Im globalen Strukturwandel verändern sich die Handlungsspielräume lokaler Politik. In dem Maße, in dem die klassischen, "harten" Standortfaktoren an Bedeutung verlieren, sind die Städte genötigt, neue Profile für die Investorenwerbung zu entwerfen. Gefragt ist die spezifische Qualität vor Ort und der Region von Unternehmern, Investoren, Zuwanderern und auch von Touristen. Neue - vor allem mediale - Aufmerksamkeit muss generiert werden. "Weiche" Standortfaktoren erhalten einen neuen Stellenwert.

Bild: Berlin Sony-Center  

Gelebtes kulturelles Erbe - auch als Wirtschaftsfaktor - wird zu einem integralen Bestandteil städtischer Erneuerungsstrategien, um das urbane Image zu stärken. Das Image der Stadt und/ oder Region ist eines der Elemente, welches die Entwicklung wesentlich unterstützen soll. Die Prägekraft der Tradition als Herausforderung für die Baukultur stützt sich nicht allein auf die gestalterische - historische wie heutige - architektonische Form. Das "Geschäft" des Tourismus zieht vielmehr Landschaft, Menschen und Kultur in einem verkaufsfähigen Produkt zusammen. Insoweit ist Baukultur ein wichtiges Segment der Kulturwirtschaft.

Baukultur in diesem Kontext ist ein bedeutender Baustein dieser Städteprofile. Das gilt fraglos für intakte überkommene Bauwerke von Rang und selbstverständlich auch für entsprechende städtische Ensemble und regionale Baukunst. Hier ist z.B. an die Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt oder die Europäische Route der Backsteingotik im Ostseeraum zu denken. Viele Bauwerke sind zum Symbol geworden für eine Stadt, ein Land, eine Kultur. Die Tourismuswerbung nutzt die Symbolkraft und wirbt, neben Freizeit und Natur, besonders mit Denkmälern und ihrer kulturprägenden Wirkung. Erhaltene historische Städte mit ihrem Kulturangebot sind damit zu Zielen eines wachsenden Kulturtourismus geworden.
 
Für die Städte und Gemeinden bietet sich in der Vermarktung ihrer einzigartigen Altbausubstanz eine Chance, die Entwicklung des Fremdenverkehrs und des Tourismus voranzutreiben. In anderen Regionen sind touristische Verbundkonzepte dieser Art schon seit langem fester Bestandteil des Stadtmarketing.

  Bild: Paris - Louvre

Kluge und ästhetisch anspruchsvolle Baukultur unserer Zeit mit dem Vergangenen zu kombinieren, verstärkt die Aufmerksamkeit. Dabei wird die Verknüpfung von historischer Bausubstanz und innovativer neuer Architektur für die Architektenschaft immer mehr zu einer reizvollen Aufgabe.
 
Koordination und Kooperation von Kommunen, Räumen und Regionen können zu zukunftsorientierten Konzepten, Lösungsansätzen und Synergieeffekten für alle Beteiligten führen. Der Kommunikationsprozess der Städte und Gemeinden, insbesondere der kleinen und mittleren, zur gemeinsamen Vermarktung ihrer baukulturellen Qualitäten wird zunehmen müssen.
 

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